Mittwoch, 16. April 2008

Intermezzo: Schulwegimpressionen




Zu Beginn dieses Posts, möchte ich meinem lieben Freund Stocki danken, der mich daran erinnert hat, dass das Wort "Intermezzo" nicht nur für Pizzabaguettes gebräuclich ist ^_^.

Jeden Tag geht man in die Schule und auf dem Weg dorthin prasseln immer viele Eindrücke auf einen nieder. Deshalb möchte ich hier ein paar meiner Eindrücke, die mir auf meinem täglichen Schulweg begegnen etwas festhalten...
Es beginnt, wenn ich morgens aus dem Haus gehe und um die Ecke, die Einfahrt hinaus auf den Gehweg. Vorbei an der Post, einer Niederlassung von Allianz Versicherungen und einer Konditorei.
Nun über die Straße -links, rechts, links - kein Auto und
nichts wie rüber. Es geht die Brücke hoch, welche im Winter oft glatt und rutschig ist und schon sehe ich sie mit genervtem Blick am Ende der Brücke. Die 3 Mädchen aus der 7. oder 8. Klasse, ich weiß es nicht, die sich jeden Morgen dort treffen, sie würden mir in der Schule kaum auffallen, doch ich muss sie jeden Morgen sehen und allmählich entwickle ich einen Hass gegen sie, aus keinem bestimmten Grund...

Die Dicke mit Brille, die keine Träger an ihrem Ranzen brauchen würde, da man letzteren ohne Probleme auf ihrem dicken fetten Hinterteil abstellen könnte. Dann die kleine etwas pummelige, die osteuropäisch aussieht und immer für ihre Figur viel zu enge Hosen anhat. Last but not least die blonde, die permanent dumm aus der Wäsche schaut und bei einem den Eindruck erweckt, sie könne nicht auf drei zählen.
Sobald ich diese Blagen hinter mir gelassen habe, geht es weiter über den Zebrastreifen. Da ich so ein charmanter und symphatischer junger Mann bin, halten immer gleich alle Autos an x3.
20 m weiter geht es bei der Fußgängerunterführung unter den Bahngleisen hindurch, wobei ich auf die erste Horde verhasste Grundschüler stoße. Im Grunde genommen habe ich nichts gegen die kleinen Racker, doch manche davon sind so unverschämt fre
ch, dass man sie am liebsten aufs Bahngleis werfen würde. Nur zwei der kleinen machen einen lieben Eindruck und in gewisser Weise erinnern die beiden mich an mich selbst als Gunrdschüler.
Ding, Ding, Ding...Die Schranken gehen runter, ein Zeichen, dass bald de S-bahn angetrudelt kommt - und das Zeichen, dass ich mich beeilen muss. Warum? - Ganz einfach. Meinen Schulweg nutze ich immer als Gelegenheit, über Gott und die Welt nachzudenken, weshalb mir jeder, der meinen Schulweg kreuzt ein Dorn im Auge ist. Mit Freunden marschiere ich schon lange nicht mehr in die Bildungsanstalt, da sowieso nur
eine handvoll einen ähnlichen Schulweg wie ich haben und ich kann aus Erfahrung sagen, dass diese oft unpünktlich waren, weshalb ich desöfteren nicht rechtzeitig zum Unterricht erscheinen konnte, gelegentlich trifft man sich jedoch zufällig auf ca. mittlerer Wegstrecke und so legt man den restlichen Weg gerne zusammen zurück und plaudert über dies und jenes.
Doch weiter im Text. Ich beschleunige mein Tempo etwas, dass sich mein Weg nicht mit den Zugfahrern kreuzt, obwohl eine Menge Freunde und Bekannte darunter sind, doch ich mag dieses Getummel nicht.
Ich laufe also weiter, über die Straße mit der Ampel und schon sehe ich sie...mit ihrer hellblauen Jacke mit extrem schicken Reflektierstreifen, der blauen Stoffmütze und den wasserstoffblonden Haar
en, weshalb ich dieses kleine Gör, dass mir gerade einmal bis zum Nabel reicht, H-balg nenne, nach der chemischen Bezeichnung für Wasserstoff. Eigentlich eine Grundschülerin wie die anderen kleinen Nervensägen auch jedoch...fand sie es wohl lustig ihre Freundin mal mit Absicht in meine Laufbahn zu schubsen, was ich ihr übel nahm, ich amg zwar Kinder, doch wenn sie frech sind nicht.
Seit ich jedoch mal, als sie an mir vorbei ging "gestolpert" bin und sie in einem Schneehaufen landete, schaut sie nur noch ängstlich an mir hoch, was ich mit einem bösen Blick erwidere >:D.
Nun geht es den restlichen Weg die große Kurgartenanlage hinauf, noch einmal über die Straße, am Rauthaus vorbei und schon ist man nur noch ca. 100 m von der Schule entfernt, hier treffe ich häufig noch Klassenkameraden, mit denen ich dann vollends weiterlaufe, vorbei an der Sparkasse, neben der seit einigen Wochen ein Hundehaufen liegt, dem man beim Verwesen zukucken kann, und noch am "Rebstock" vorbei, in dem ich mit Freunden in den großen Pausen gelegentlich ein Bierchen zu mir nehme und schon bin ich in der Schule, die Impressionen einmal mehr in mir und mehr oder weniger bereit demsehr spannenden Unterricht meiner äußerst symphatischen Lehrer meiner Schule (deren Logo rechts zu bewundern ist) beizuwohnen...

Sonntag, 13. April 2008

Personal Revolution

Vorerst ist zu sagen, dass dieser Post hauptsächlich an 3 Personen gerichtet, ich denke, diejenigen wissen wer gemeint ist. Selbstverständlich darf dieser Beitrag auch von anderen gelesen werden, jedoch bitte ich sie darum, ihn nicht im IRC oder sonstigem zu verlinken.
...
An diesem Wochende, an dem ich enorm viel Zeit für mich hatte, da ich nicht weg konnte, weil ich auf meine Schwester aufpassen musste, hatte ich die Möglichkeit viel über mich, mein Umfeld etc. nachzudenken. Aber vor allem über mich selbst...und dabei ist mir einiges klar geworden - es ist Zeit, dass ich mich ändere, um mit mir selbst ins Reine zu kommen, meinem Körper und meinem Geist und dass ich letztere forme und meine geistigen und körperlichen Möglichkeiten voll auszuschöpfen. Sprich: Sport treiben, Täglich etwas für die Schule machen etc.
In letzter Zeit habe ich immer mehr gemerkt, wie ich mit mir selbst nicht mehr zufrieden war, ich zog mich immer mehr in mein Schneckenhaus zurück und der Kontakt mit meinem RL-Freunde wurde weniger, ich wurde bleicher und rostete sportlich gesehen immer mehr ein...und zwar wegen meinem VL. Das soll nun allerdings nicht heißen, dass ich dieses an den Nagel hängen werde, sondern es lediglich in nächster Zeit reduzieren werde, um mich wieder verstärkt um mein wirkliches Leben zu kümmern.
Ich habe es immer mehr gemerkt, vor allem in der Schule. Was ist mit einem los, wenn man in den Pausen lieber alleine auf seinem Platz sitzen bleibt und mit dem Taschenrechner rumspielt, als sich zu den Klassenkameraden zu gesellen, mit denen man sich allesamt gut versteht, und Spaß zu haben?
Was ist mit einem los, wenn man während dem Unterricht sehnsüchtigst auf das Klingeln wartet, nur weil man su schnell wie möglich wieder vor den PC will?
Was ist mit einem los...wenn man seine Freunde anlügt...man habe keine Zeit...nur um länger vor dem PC hocken zu können?
Was ist dann mit einem los?...Diese Frage ging mir während den vergangenen zwei Tagen häufig durch den Kopf und ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass es so nicht weitergehen kann. Natürlich, VL ist eine tolle Sache und ich habe hier auch viele Freunde, die mir auch inzwischen wichtig geworden sind...Doch seien wir mal zueinander ehrlich - was ist das im Gegensatz zu wahren Freunden (d.h. nicht dass VL-Freunde dies nicht sind), mit denen man wirklichen Kontakt hat und nicht auf Kabel und Elektroden und was weiß ich noch alles angewiesen ist? Natürlich gibt es Personen, die eben darauf angewiesen sind, weil sie sonst niemanden oder kaum jemanden haben, aber dazu zähle ich mich nicht. Ich habe ein wirklich tolles Umfeld in meinem Leben, doch seit meiner Zeit, in der sich mein VL immer stärker entwickelte, rückte diese Gewissheit und dieses Umfeld immer mehr in den Hintergrund meiner Gedanken...das VL dominiert inzwischen mein Leben. Bis jetzt. Denn das wird sich wieder ändern.
...
Soviel zu meinen Änderungen beim Dreh- und Angelpunz zwischen RL und VL...
ich bin nun 16 Jahre alt und werde in knapp 2einhalb Wochen 17. Doch mir ist klar geworden, dass ich mich zwar so fühle, aber nich so benehme.
Was für ein 16-Jähriger ist man, der sich von seiner Mutter noch das Butterbrot schmieren lässt?
Was für ein 16-Jähriger ist man, der sich vornimmt bereits 2 Wochen vor der Mathearbeit zu lernen, es aber erst 2 Tage davor tut?
Was für ein 16-Jähriger ist man, der zu mistig dazu ist, sich einen Ferienjob zu suchen, um dadruch seinen Führerschein zu finanzieren?
Was für ein 16-Jähriger ist man, wenn man 2 Schulstunden mit sich ringt, ob man nun das Mädchen, dass hinter einem sitzt, frägt, wie es gestern die Folge Lost fand?
Was für ein 16-Jähriger ist man wenn man sich so verhält? Eben. Gar keiner.
Fakt ist, ich will mich auch charakterlich ändern. Ich bin nun, wie bereits erwähnt, bald 17 Jahre alt - Und hatte noch keine Freundin. Mir wird so oft gesagt, wie gut ich aussehe und blablabla. Wieso dann? Wo liegt dann der Grund, warum ich noch keine hatte? Sicherlich nicht an den Mädchen, sondern an mir selbst...deshalb wird es Zeit, sich auch wie ein bald 17-Jähriger zu benehmen. Ich werde mich ändern. Ihr werdet es sehen. Seid gespannt auf den neuen und besseren Sebi.

Freitag, 1. Februar 2008

Karneval, Karneval, was für eine Qual!


Uff, nach längerer Abstinenz setze ich mich mal wieder auf meine vier Buchstaben, um meinen bereits halb verwesten Blog zu entstauben, da nun schon Februar ist, passt doch kein Thema besser als *Dam Dam Dam* - Karneval!

Einmal im Jahr gibt es eine Zeit, eine für mich persönlich ganz furchtbare Zeit, in dem etliche TV Sender von komischen Gestalten, auch "Jecken", "Büttenredner" oder "Funkenmariechen" genannt, heimgesucht werden und aus der Mattscheibe merkwürdige Laute wie "Kölle Alaaf" oder "Clamette" dröhnen und Lieder von den Höhnern raus und runter laufen...
Ganz Abgesehen von der Umweltverschmutzung durch Konfetti und Sonstiges auf dem Boden, tz tz tz, zum Mäusemelken...Und außerdem werden da ja Bonbons und weiterer Süßkram in die Menge geworfen. Nicht nur, dass Menschen dadurch Kopfverletzungen erleiden können, nein, auch die Zähne der armen Kleinen leiden darunter. Dies führt zu unvermeidlichen Zahnarztbesuchen, das macht die Leute arm, das Konsumverhalten ändert sich schlagartig, was eine Wirtschaftskrise nie dagewesenen Ausmaßes mit sich trägt! Das sin knallharte Fakten!

Es wird ein nerviges Medienspektakel veranstaltet, in dem ich keinen Sinn sehe, dass einzige über dass ich ab und zu nachdenke ist: 'Hm, wo ist der Dialekt jetzt bekloppter, in Köln oder in Mainz?'
Da bin ich immer wieder über mein Schwäbisch glücklich. Um jedoch eines klarzustellen, ich hasse lediglich den Karneval im Rheinland usw., den traditionellen "Fasching", wie man ihn in Baden-Württemberg feiert, mag ich. Woran das liegt? Gewohnheit? Keine Ahnung, es ist nunmal so.

"Mama, was ist denn Kaneffal?" Nunja, Karneval und auch Fasching wird gefeiert, um die bösen Wintergeister zu vertreiben und den Frühling willkommen zu heißen (In Zeiten des Treibhauseffektes und der globalen Erwärmung unnötig).
Ob Tradition oder nicht, mich nervt der Kölner Karneval und die Mainzer Fassenacht jedenfalls gehörig und ich bin froh, wenn diese Zeit wieder vorbei ist. Um diesen Blogeintrag jetzt traditionell zu beenden, gibt es jetzt eine tolle Büttenrede!

"Jedes Jahr zur Fasnetszeit,
verzweifeln Leute weit und breit!
Ein Ende ist nicht in Sicht,
ich glaube ich bekomm die Gicht!
Konfetti, Bonbons und Krawall,
lieber Gott, wann endet diese Qual?!
Von Kölle bis nach Mainz,
sag ich euch eins,
den Karneval kann ich nicht leiden,
drum werde ich zu Hause bleiben!"

(Aber nicht beim Fasching ;D)